TrackMan

Viele haben schon von ihm gehört. Manche wissen vielleicht ungefähr was er ist und was er kann. Aber was hinter dieser Technologie wirklich steckt, wissen nur die wenigsten. Ich möchte Euch einen Überblick über eines der wohl revolutionärsten Feedback-Geräte die es am Golfsektor gibt verschaffen: den TRACKMAN.

Was ist TrackMan?

TrackMan (siehe Bild) ist ein ca. 5,5 kg schweres Radarmessgerät, das mit Doppler-Radar-Technik den Golfballflug in Echtzeit messen kann.
Und nicht nur das: Darüber hinaus erkennt er während des Schwunges auch den Schläger. Verbunden mit einem Computer und der dazugehörigen Software entsteht somit die wohl genaueste Schlaganalyse die es am Markt gibt. Diese beinhaltet insgesamt 22 verschiedene Parameter.

Zum Beispiel:

  • Schlaglänge im Flug (Carry Distance)
  • Gesamtschlaglänge (Distance Total)
  • Schlagflächenorientierung im Treffmoment (Face Angel)
  • Schlägerkopfweg im Impactinterval (Path)


  • Schwungrichtung (Horizontal Plane)
  • Eintreffwinkel (Attack Angle)
  • Spinachse des Balles (Spin Axis)
  • Rückwärtsdrall (Spin Rate)


Was ist die Bedeutung von TrackMan beim Golfunterricht?


Beim Golfunterricht entstehen nun große Vorteile:
Bisher konnten sich Golflehrer sich nur auf Videoaufnahmen verlassen. Videos sind sehr wichtig, sie haben jedoch einen großen Nachteil. Es ist sehr schwierig die richtige Kameraposition zu finden. Die Bilder können verzerren bzw. kann man auch nicht die genauen Schlagflächen-, Schlägerweg- und Eintreffwinkeldaten ablesen. Das Video soll ein wichtiger Teil des Golfunterricht bleiben soll um grundlegende Bewegungsfehler besser analysieren zu können.

Der größte Vorteil mit TrackMan ist die genaue Analyse: Er sagt dem Golflehrer GENAU woher der Hook/Slice u.a. beim Schüler stammt. Sofort kann am RICHTIGEM gearbeitet werden und beide (Schüler und Lehrer) bekommen unmittelbar nach einer Änderung der Bewegung Feedback, ob man am richtigen Weg ist. Der Schüler wird perfekt analysiert von einer Maschine die mehr sieht als der beste Golflehrer der Welt.

Der Golfer lernt die D-Plane (so wird das Modell der „neuen Ballfluggesetze“ genannt) kennen und kann sich im Spiel selber besser helfen, weil er durch die Analysen von Trackman seine Tendenzen besser kennt.

Die Daten werden gespeichert. Waren Sie zB im Juni in Hochform? Im August haben Sie auf einmal eine golferische Krise? Sofort kann erkannt werden (sofern vom Juni Daten vorliegen) was sich negativ verändert hat und es kann sehr gezielt daran gearbeitet werden, um wieder auf die alten Werte zu kommen.


Vorstellungsvideo der Firma TrackMan über das Gerät (Englisch)



Macht TrackMan für mich Sinn?

Oft fragen mich Golfer folgendes:

“Martin, ok, jetzt hast Du den TrackMan. Aber der ist doch nur für gute Spieler zu gebrauchen, oder?”

Meine Antwort dazu: Nein! Klares Nein!



 


Der TrackMan hilft natürlich dem guten Spieler auf eine unglaubliche Art und Weise. Aber der schwächere Spieler bekommt genauso einen guten Überblick was in seinem Schwung passiert. Normalerweise konzentriert sich der Schüler nur auf eine Zahl bei der Auswertung des vorangegangenen Schlages. Der Golflehrer überwacht alle weiteren Daten und sieht, ob sich der Schüler in die richtige Richtung entwickelt. Werden die Zahlen am TrackMan besser, wird der Schlag besser. Klingt simpel…ist es auch!
Der einzige Golfer, dem ich TrackMan nicht empfehle, ist der komplette Anfänger. Dies ist jener, der noch die Basics (Griff, Stand, Ball treffen, etc.) lernen muss. Sobald bei einem Golfer eine Art Schwungmuster vorhanden ist, macht das Training mit dem TrackMan mehr als Sinn.


In diesem Video können Sie Tiger Woods bei einer Pressekonferenz im November 2011 sehen, bei der er über sein Training mit TrackMan spricht, kurz bevor er das Turnier gewann (Englisch):



Schlägerfitting


Welcher Driver ist der Optimalste für mich? Durch die verschiedenen Schäfte, Schlägerköpfe etc. können sich unterschiedliche Flugmuster des Balles ergeben. TrackMan erkennt die optimalen Bedingungen für den Abflugwinkel, Drall des Balles etc. für IHREN Schwung. Somit kann die Schlagweite optimiert werden. So können schnell, wenn möglich, 15- 20 Meter herausgeholt werden.
Auch bei den Eisen kann man somit gut erkennen, welches Gerät gut zu einem passt. In Kooperation mit dem Pro-Shop des GC Herzog Tassilo steht uns eine Menge Testmaterial der Firmen Callaway und TaylorMade zur Verfügung.

TrackMan-Fitting ist auf den Profi-Touren üblich. Nützen Sie nun auch diese Möglichkeit bei Progressive Golf.




Gapping

Gapping (Gap, englisch: Abstand) bedeutet die Abstände zwischen den einzelnen Schlägern zu optimieren bzw. auch die Schlagweiten der einzelnen Schläger mit der Hilfe von TrackMan zu wissen. Hand aufs Herz: Wissen Sie wie weit Sie Ihr Eisen 6 schlagen? Im Flug? Beim Gapping erfahren Sie es. Theoretisch sollten Sie jedes Eisen ca. 10 Meter weiter schlagen. Wenn Sie das nicht tun, kann man genau analysieren warum dies nicht passiert und an einer Lösung (Technik, anderer Schläger etc.) arbeiten.

Schlägerfitting


Bei “Find your distance” mit dem TrackMan können Sie herausfinden wieweit Sie jeden Ihrer Schläger im Flug schlagen und wieviel Roll Sie zu erwarten haben. Dies ist sehr wichtig, damit Sie am Platz den vollen Durchblick haben.
Gerade Amateurgolfer überschätzen sich bei Schlagdistanzen oft erheblich. Sie erhalten eine Auswertung von jedem Schläger und können die Tabelle auf die Runde mitnehmen.




Combine Test

Gapping (Gap, englisch: Abstand) bedeutet die Abstände zwischen den einzelnen Schlägern zu optimieren bzw. auch die Schlagweiten der einzelnen Schläger mit der Hilfe von TrackMan zu wissen. Hand aufs Herz: Wissen Sie wie weit Sie Ihr Eisen 6 schlagen? Im Flug? Beim Gapping erfahren Sie es. Theoretisch sollten Sie jedes Eisen ca. 10 Meter weiter schlagen. Wenn Sie das nicht tun, kann man genau analysieren warum dies nicht passiert und an einer Lösung (Technik, anderer Schläger etc.) arbeiten.